Mittwoch, 26. Juli 2017

WHAT AM I DOING HERE - Bruce Chatwin und André Malraux


Manche Bücher sucht man sich selber raus und manchmal findet Dich ein Buch. Bruce Chatwins Bücher haben mich schon mehrfach gefunden, aber seine Geschichte war mir bis dato nicht geläufig. Ein echter Abenteurer, der nicht nur Australien und Patagonien bereiste, sondern auch in Afrika und Indien unterwegs war. Als Journalist und Autor traf er zudem viele spannende Zeitgenossen - wie etwa André Malraux, der mir in meinem Bachelor-Studium als Begründer des imaginären Museums begegnete.

Es folgt ein Zitat, in dem Malraux die Geschichte Indiens und seiner Herrscherkultur sehr pointiert zusammenfast:

'You must not run down the Mogul Empire,' he said and then rapidly outlined how Akbar the Great was the first Muslim ruler to break the islamic anathema and encourage portraits of himself (because any likeness must show the essential beauty of the soul); how this potent symbol proved him a universalist in the manner of the French Revolution; how therefore, like Napoleon he was, and how unlike Queen Victoria; and how this explained why the Muslims made a great civilization in India and the British never did, comparing the Mogul cities like Agra, Delhi and Lahore with the Anglo-Indian Bombay, Calcutta and Madras, which he described as 'transplanted British building suffocated by bidonvilles'. [1]
Ich kann die Lektüre von "WHAT AM I DOING HERE" sehr empfehlen: eine beeindruckende Illustration eines Lebenswerks, die durch ihre fragmentarische Art genug Raum für Imagination lässt und eine große, weite Welt der Abenteuer eröffnet.
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[1] Chatwin, Bruce: "What am I doing here", London 1990, S. 122.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Tandoori Taste #12restaurants2017 Frankfurt #7

Nach krankheitsbedingten Terminverschiebungen klappte es doch - an einem warmen Sommerabend radelten Emi und ich gen Niederräder Bürostadt - bis dato für uns beide Terra incognita.

Dank den Irrwegen von Google-Maps wurde unsere Reise zum kleinen Abenteuer - aber nach einer kleinen halben Stunde fanden wir im Schatten des Sheraton Hotels unser Ziel: das Tandoori Taste Restaurant - auf Empfehlung meines Frisörs auf Grund eines Kommunikationsfehlers.

Location, Location, Location

Die Bürostadt als solche beeindruckt ja durch viel Protz aus verspiegeltem Glas und schiere Größe - das Restaurant setzt mit eher minimaler Deko und schlichter Aufmachung da einen Gegenpunkt. Der auf der Webseite angepriesene Biergarten ist eher eine Terrasse und der Speiseraum für bis zu 75 Personen, wäre bei Vollbetrieb vermutlich sehr authentisch indisch vollgestopft - man denke an die notorischen Bilder von indischen Zügen. Aber wir hatten Glück - außer uns war nur ein weiterer Tisch besetzt. Entsprechend schnell wurden wir bedient und freundlich begrüßt.

 खाना खाने - Essen essen

Das Menü bietet eine große Vielfalt nordindischer Currys und Beilagen - zu vernünftigen Preisen. Emi entschied sich dieses Mal für das Veg-Thali und ich nahm ausnahmsweise mal kein Chicken Korma sondern ein boneless Chicken in Joghurtsoße mit einem Muglai Naan. Alles gut gewählt - lecker gewürzt, nicht zu scharf und ordentliche Portionen.  
Zur Stärkung gab es dann noch ein echt indisches Kingfisher Bier - dabei denke ich immer, dass der namens gebende Kingfisher soviel passender die herrlichen Alcedinidae beschreibt als unser Eisvogel. In Indien laufen unter der Marke Kingfisher übrigens diverse Unternehmungen - neben dem Bier gibt gab es eine Airline samt Reiseveranstalter. Einmal flog ich mit eben dieser Airline von Chennai nach Colombo - also ein internationaler Flug und siehe da - an Bord der Kingfisher Airline wurde Kingfisher Bier serviert. Aber zurück zum TandooriTaste.

Fazit

Schon während des Essens sagte Emi: "Das wird vermutlich nicht unser Lieblingsrestaurant." - und da gebe ich ihr recht. Das Essen schmeckt authentisch und lecker und stimmt in Preis und Leistung. Drumherum gibt das Lokal aber wenig her was Deko oder Details angeht - es gab etwa kein Pan Massala, das die wilde My im Saravanaa Bhavan so faszinierte - eher funktional alles (was jetzt nicht unbedingt unindisch ist). Aber wer in der Bürostadt arbeitet und nicht erst eine kleine Weltreise dorthin unternehmen muss, kann dort sicher ein gutes, geschmackvolles Mittagessen verspeisen.
Sehr lecker, alles aufgegessen.
Der Rückweg war dann übrigens deutlich einfacher und wir haben noch einen scenic Abstecher ins LiLu gemacht - Emi war begeistert von der friedlichen Atmosphäre auf der Maininsel - vor allem wenn man bedenkt, wie sich die Leute am Mainufer ab dem Holbeinsteg quetschen! Ein gelungenes kulinarisches Frankfurter Abenteuer! Weiter geht es Ende August!

Noch mehr #12restaurants2017?

Wir waren bisher bei AlBismil am Sandweg, Moti Mahal an der Dreieichstraße, bei eatDoori am Oeder Weg, beim Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße, beim Saravanaa Bhavan in der Kaiserstraße und zuletzt im White Elefant im fernen Offenbach. 

Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Dienstag, 11. Juli 2017

Sangeetha Sabha e.V. - die Vina ist in Frankfurt angekommen


Am 17. Juni hatte ich die einmalige Chance als Ehrengast beim ersten Konzert des neu gegründeten Vereins Frankfurt Sangeetha Sabha e.V. dabei zu sein und erstmals bewusst der so genannten karnatischen Musik zu lauschen. Bei "Strings Attached" spielten Kumaresh Rajagopalan und Jayanthi Kumaresh Geige und Vina, begleitet von Trommeln - den südindischen Doppeltrommeln Mridangam und Tabla. Ich war wirklich beeindruckt - ein umwerfendes Konzert auf höchstem Niveau mit farbenprächtigem Rahmenprogramm- dafür bin ich gerne in den Saalbau nach Fechenheim geradelt. In der Folge kamen bei mir ein paar Fragen auf - dankenswerterweise haben mir die Präsidentin von Sangeetha Sabha und Leiterin der indischen Musikakademie Frankfurt Sudha Kommuri (SK)sowie die Generalsekretärin und leidenschaftliche Vina-Spielerin Varsha Vasudevan (VV) in einem Interview Rede und Antwort gestanden.

Strings attached - live in Concert in Frankfurt!
(Foto: Kalyan Kommoju)

Vor kurzem habt ihr Euer erstes Event mit „Strings Attached“ veranstaltet. Wie kam es zur Gründung des Vereins Sangeetha Sabha - eines Vereins für indische Musik in Deutschland?

SK For the past 5 years, I have been dreaming to start a non-profit association for South Indian classical or “Carnatic” music. With time, I found the right team, and subsequently, we founded the association in November 2016 and are perhaps the first non-profit association in Germany dedicated for Carnatic classical music. Our tightly-knit team consists of four dedicated members. Before we knew it, we were contacted to organize this beautiful concert, “Strings Attached” featuring first-line musicians.

VV Sudha’s Indian Music Academy Frankfurt, a voluntary initiative to teach Carnatic music to residents in Frankfurt, has been in existence since the summer of 2011. Since its beginning, I have been her student, and so when she expressed her desire to establish an official platform to promote Carnatic music and its students in Germany to an international audience, I was excited to be. Both of us are very passionate about music, and so we found it only natural that after so many years, we take Carnatic music to the next level in Germany.

Maestro Dr. Jayanthi Kumaresh an der Saraswathi Vina
(Foto: Kalyan Kommoju)
Varsha, Du spielst die Vina, ein sehr altes, indisches Saiteninstrument, das mindestens seit 4000 Jahren in der indischen klassischen Musik gespielt wird. Schon in den Veden ist diese Instrument als Liebling der hinduistischen Göttin der Weisheit Sarasvati vermerkt. Ist die musikalische Prägung Familientradition oder woher kam bei Euch das Interesse für dieses Instrument und seine Musik?

VV In Indian families, it is usually a tradition to learn an art form from a young age. Thus, I began vocal training in Carnatic music at the age of 6, which was interrupted after two years, when we moved to Germany. My mother’s love for playing the Veena when I was younger induced me to learn the art myself at the later age of 11 years when we moved back to India. Since moving to Frankfurt, however, I have had the luck of learning vocal Carnatic music from Sudha, and for the past year, continuing Veena classes under my uncle’s guidance, too!

SK I am a vocalist hailing from a musical family and I was introduced to Carnatic music at the tender age of 5 by my mother who is also a singer. Alongside school, I ardently attended music classes nearly everyday, and practiced for at least 2 hours every day. Eventually, I pursued music academically, by doing my Bachelors and Masters of Arts in Indian Classical music. For the past years, I have been teaching Carnatic classical music as a hobby, balancing music, business and family.
Strings Attached and friends (vlnr):  Jayachandra Kulur Rao, Pramath Kiran, Kumaresh Rajagopalan, Jayanthi Kumaresh, Sudha Kommuri, Varsha Vasudevan, Vijayalakshmi Ramakrishnan, Padmanabhan Ananthanarayanan und Vasudevan Raghavan (Foto: Kalyan Kommoju)
Welche Veranstaltungen habt ihr für die Zukunft geplant? Warum sollten auch Deutsche und Europäische Ohren Euren Konzerten lauschen?

SK We have plans to organize vocal and instrumental concerts by inviting leading professional classical musicians from India. To integrate music students into Indian classical music, we are also planning to organize lecture demonstrations, workshops and musical festivals with local and visiting musicians. The initiation of such events here would offer Germans and Europeans a great opportunity to understand and appreciate the beauty, similarities and differences of carnatic classical music in comparison to European classical music. It would facilitate integration between the Indian and German communities. In fact, during the small inauguration event of the association, we did invite a German violinist, Ms. Gisela Ziegler, to accompany us with some Carnatic classical performances and this was greatly appreciated.

VV At the moment, when the European audience hears the word “Indian classical music”, usually they think of the instruments Sitar, Tabla and Harmonium. All three are wonderful instruments used in Hindustani classical music, a genre parallel to Carnatic music. However, Hindustani music differs largely from Carnatic music in its rendition and style of singing. Hence, the idea is to establish Carnatic music in Germany, so that people also become familiarized with Carnatic classical instruments like Veena, Mridangam, Ganjira and Morching. The German audience, especially, shows great appreciation for classical music, regardless of its subtype. We hope to take advantage of this preference, and show them the unique beauty of Carnatic music.

Wenn Ihr das nächste Konzert nicht verpassen wollt, liked Sangeetha Sabha auf Facebook und dann sehen wir uns dort! Danke an Sudha und Varsha für das Interview - das übrigens hier auf Englisch notiert ist, um es einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Habt ihr noch Fragen? Postet Sie gerne in den Kommentaren! 

Donnerstag, 8. Juni 2017

White Elefant #12restaurants2017 #6

Die Idee hinter dem #12Restaurants2017-Projekt ist ja zum einen auf eine Ausweitung der kulinarischen Optionen ausgelegt, zum anderen geht es aber auch darum, der Neu-Frankfurterin Emi ein bisschen was von der Stadt zu zeigen. Aber die Rhein-Main-Region ist einfach zu dicht besiedelt, als das man sich auf den Kernbereich konzentrieren könne, und so haben wir unser sechstes (!!) indisches Abendessen dieses Mal in eine andere Stadt verlegt und Emis Jungfernfahrt nach Offenbach gemacht.

Offenbach - ist ja gar nicht so weit weg


Der White Elefant war mir von mehreren Leuten empfohlen worden, und auch wenn es keine Online-Reservierung dort gibt, ist auch das Internet voll von Lob. Bevor wir uns aber auf den Weg machen, droht ein Sturm und wir entscheiden uns für die S-Bahn. Dabei hatten wir kurz vergessen, dass man von Sachsenhausen-Mühlberg zwar nur zwei Stationen bis Offenbach-Ledermuseum in unter fünf Minuten fährt - wir aber die Stadtgrenze überschreiten. Deswegen kostet diese Fahrt vier Euro und fünfundachtzig Cent. Jetzt noch mal in Zahlen: 2 Stationen, 4 Minuten Fahrtzeit kosten fast 5 Euro. Vermutlich wären wir mit dem Taxi, zumal zu zweit, genauso ungünstig hingekommen. /RantRMVEnde.
Beim Betreten des Restaurants gibt Emi schon mal Pluspunkte für die Dekoration und das zu Recht. Jeder Winkel ist verziert, bebildert, verparavent, mit Deckchen belegt und so weiter. Man könnte hier auch von Kitsch sprechen - authentisch ist anders, aber es gefällt uns. Am Tisch fällt auf: alles ist gebrandet: die Servietten, die Teller, das Glas mit der Mangolassi, der Zuckerbeutel für den Chai und das Gästebuch. An dieser Stelle gibt es auch nochmal Pluspunkte für die Sauberkeit und das Dekor der Toilette - dort ist natürlich auch alles gebrandet: Seifenspender und Tücherboxcover aus Leder!

Breite Auswahl an Speisen


Wir haben beim Bestellen wieder die Qual der Wahl - eine enorme Auswahl an Speisen von "Kashmiri" bis "Ceylon" und von "aryuvedisch" (=vegan) bis richtig fleischig. Wir tippen auf insgesamt eher eine nordindische Restaurantleitung - können das aber nicht abschließend aufklären. Die freundliche Bedienung, die passend zum Ambiente tatsächlich einen (natürlich gebrandeten) Sari trägt, spricht Empfehlungen aus und ermuntert und unsere Gerichte "mittelscharf" zu bestellen.
Tatsächlich ist "mittelscharf" für uns beide ok - wobei Emi auf unsere trainierten Gaumen verweist: wir gehen schließlich einmal im Monat indisch essen - hah! Außerdem haben wir ja in Delhi gelebt. Neben scharf kommt auch noch viel guter Geschmack durch - das Essen ist wirklich lecker und Emi muss nur eine kleine Portion in ihren Doggi-Bag packen lassen. Im Dessertmagen ist natürlich noch ein bisschen Platz und wir gönnen uns wunderbar weiche, nicht zu süße Gulab Jammun. Mjammjammjamm!

Fazit


Abgesehen von den Anreisekosten wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis: sehr leckeres Essen, freundliche Bedienung und wunderbar ausgestaltete Räumlichkeiten - wenn man das mag. Gerne wieder.

Wildes Offenbach?


Während des Essens wurden wir über Twitter beraten, wo man denn im wilden Offenbach noch einen guten Absacker trinken kann. Wir entscheiden uns gegen eine Shisha-Bar und landen dann im Försters, dem selbsternannten Wohnzimmer Offenbachs und trinken noch einen schönen Grauburgunder. Es ist sogar noch ein bisschen hell als wir nach 22 Uhr Richtung S-Bahn ziehen.
Emi befindet: "Ist schon irgendwie anders hier als in Frankfurt. Eher so ein bisschen wie Berlin."
Jetzt könnte hier wieder der Rant von stehen, aber ich ziehe pflichtbewusst mein Ticket und zahle still 4,85 € für 4 Minuten Fahrt. In Frankfurt angekommen gibt es dann noch eine Überraschung - Branding bis ins letzte: kurz vor zu Hause steht dann tatsächlich noch ein White Elefant Taxi:
Viel hilft viel?! Marketing und Branding :White Elefant.
Wir waren bisher bei AlBismil am Sandweg, Moti Mahal an der Dreieichstraße, bei eatDoori am Oeder Weg, beim Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße und zuletzt beim Saravanaa Bhavan in der Kaiserstraße. Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Dienstag, 23. Mai 2017

Saravanaa Bhavan #12restaurants2017 Frankfurt #5

Das Bahnhofsviertel haben wir uns für die wärmeren Monate aufgehoben, weil das einfach spektakulärer ist und man schön gentrifizieren und rumhipstern kann. Erster Besuch im Milieu: das Saravanaa Bhavan an der Kaiserstraße. Eine Reservierung wird zwar online empfohlen, war aber an einem Mittwoch nicht wirklich nötig - obwohl wir dieses Mal zu viert waren. Neben Emi begleiteten mich dieses Mal die Wilde My und ihre Oma. Da es sommerlich warm draußen war und wir ein wenig abgehetzt durch den Frankfurter Nahverkehr ankamen, war der erste Gang gleich eine Mango Lassi. Der wilden My war sie zu süß, ihrer Oma schmeckte sie dafür umso besser.

Über 200 vegetarische Gerichte - ein fleischfreies Paradies

Mango Lassi war ja noch einfach - aber dann ging es an die Auswahl der Speisen. Sollte ja in einem vegetarischen Restaurant nicht sooo schwierig sein, in Deutschland hat man ja meist die Auswahl zwischen gedünstetem Gemüse, Salat und vielleicht noch einer Quiche. Nicht so im Savanaa Bhavan - die Speisekarte der südindischen Kette hat über 200 verschiedene Gerichte zur Auswahl - hauptsächlich Südindisch - also Uttapam, Dosa und Idli. Die meisten Savanaa Bhavans gibt es übrigens in Chennai, in Europa gibt es noch welche in Paris, Amsterdam und of course London, in Deutschland ist das Restaurant in Frankfurt aber das einzige.

Wer nicht weiß was das ist: die Karte ist auf Deutsch, einiges wird auch erklärt und immerhin eine Kellnerin sprach fließend deutsch. Die anderen vor allem Englisch und indische Freundlichkeit und Geduld. Vor allem Mys Oma tat sich ein bisschen schwer mit der Auswahl, entschied sich dann aber für ein Paneer Dosa.

Emi und ich entschieden uns für das Thali - einmal Südindisch, einmal Nordindisch: ganz viele kleine Töpfchen mit Dipps, Dals, Sabji, Suppe dazu Reis, Brot und und und. 
Für die Wilde My gab es Bagalabath - das entgegen unserer Erwartung herzhaft und nicht süß war - aber trotzdem lecker. Neben dem Namen des Gerichts sorgte die Tatsache, dass man beim Inder mit den Fingern essen darf bei der Wilden My für einiges an Heiterkeit.
Die eingangs erwähnte Hektik war auch der Tatsache geschuldet, dass Mys Oma noch am gleichen Abend auf die Heimreise ging - da war es umso willkommener, dass die bestellten Gerichte umgehend gebracht wurden. Tatsächlich waren wohl bei uns allen die Augen größer als der indische Magen, aber vor allem bei den Thalis war es wunderbar sich durch die Vielfalt zu knuspern und sich olfaktorisch an Indien zu erinnern. 

Fazit

Die Zubereitung der Speisen war aus meiner Sicht absolut authentisch indisch - was auch dadurch unterstrichen wurde, dass wir die einzigen nicht-indischen Gäste waren. Der Service war sehr gut und freundlich und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut stimmig. 

Das Highlight kam übrigens beim Rausgehen: dort nahmen wir, wie es der Brauch will, jede ein kleines Löffelchen Pan Masala. Das ist eine Mischung aus Fenchelsamen, Anis und bunten Zuckerperlen. Der Wilden My schmeckte es sehr - wir mussten insgesamt drei Mal ein Löffelchen nehmen und auch danach, hätte sie sicher noch mehr von dem Magenentknoter gefuttert. 

Wir waren bisher bei AlBismil am Sandweg, Moti Mahal an der Dreieichstraße, bei eatDoori am Oeder Weg und zuletzt beim Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße. Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Nachtrag: einen sehr ausführlichen Artikel über den Gründer des Saravanaa Bhavan P. Rajagopal und seine (illegalen?) Umtriebe gibt es hier.   

Montag, 15. Mai 2017

A visit to the heart of the Empire: Delegiertenreise nach London


Als offizielle Repräsentantin der DMW reiste ich vergangene Woche mit dem Herrn Minister Al-Wazir nach London. Dort gab es vieles zu erleben, entdecken und erklären (Brexit. Was sonst?). Beim Besuch des ZDF Studios besuchten wir auch Diana Zimmermann in ihrem eleganten und doch sehr kreativen Büro. Dabei gab es zwei Faszinosa von Interesse für dieses Blog zu entdecken:

#1 Eine Schulkarte zu Asien mit wirtschaftlichen Schwerpunkten und Bevölkerungsdichte aus dem Verlag Dr. Jensen

Besonders die verschiedenen Typographien finde ich bemerkenswert. Gerne hätte ich auch so eine Karte für mein zukünftiges mondänes Büro. Leider hat es dann nur für eine historische, handkolorierte Karte von 1842 im Format 15 x 25 cm gereicht.


#2 Eine Brigade Gurkhas übt den Parademarsch vor dem Fenster


Beide Fotos von Rolf Krämer
Davon habe ich leider keine Bilder. Aber ich war auch einfach zu baff. Ich dachte die Gurkhas wären mit dem Ende des zweiten Weltkriegs, spätestens mit der Unabhängigkeit Indiens Geschichte gewesen - aber ich lag wohl falsch. Hier könnt ihr das nachlesen - wobei ich besonders den letzten Satz unter Berücksichtigung des Brexits gerne einfach mal diskutieren würde:
"Nach der Entlassung erhalten sie ein Daueraufenthaltsrecht in Großbritannien."



Freitag, 21. April 2017

Bombay Palace #12restaurants2017 Frankfurt #4

Da ist der Frühling noch nicht richtig angekommen, schon ist ein Drittel des Jahres rum - oder zumindest ein Drittel der zwölf indischen Restaurants, die Emi und ich dieses Jahr testen wollen. Unser viertes Ziel war wieder in der Nachbarschaft - das mit vielen Schildern beworbene und mit diversen Auszeichnungen dekorierte Bombay Palace an der Darmstädter Landstraße in Frankfurt Sachsenhausen.

5€ Chai 

Das Restaurant ist innen wie außem mit geschnitzten Holzfiguren dekoriert - auf dem Weg halten das Kind und ich oft an, um die Maus beim Ganesha zu suchen. Der Gastraum ist elegant und beim Betreten riecht es angenehm indisch. Highlight auf dem Tisch: die gestärkten Servietten, die zu einem Turm gerollt sind. Als Starter trinken wir einen Chai - mit 4,90€ vermutlich der teuerste meines Lebens, aber es ist ein guter Chai.
Die Bedienungen sind nicht aus Indien - wissen dementsprechend wie guter Service hier funktioniert und sind extrem freundlich. Wir bestellen dieses Mal kein kein Chicken Korma, sondern vegetarisches Malai Köfte, Navratan Korma und ein Peshwari Naan, während wir in kleinen Schlücken, den Tee austrinken. Das Essen kommt bald und ist mit Granatapfel und Cashews dekoriert.

Der Chef kommt

Als wir alles bis auf den letzten Bissen genüsslich aufgefuttert haben (sonst war immer noch was für einen Doggy-Bag über, soviel zur Portionengröße) und bezahlt haben, kommt der Chef persönlich an unseren Tisch und stellt sich vor. Nico hat das Restaurants als "Bombay Palace" übernommen und deswegen heißt es auch immer noch so - und nicht Mumbai Palace. Er fragt, ob es uns gefallen hat, wir plaudern über seine Herkunft (Punjab, nicht Bombay, nicht Maharaschtra) und er kredenzt uns als Absacker noch einen Mangoschnaps. Maaza!

Fazit

Sehr gutes, intensiv schmeckendes indisches Essen in gehobener Atmosphäre - und so gestalten sich auch die Preise. Am Wochenende oft sehr voll, Reservierung empfohlen. Stammgast werde ich vermutlich nicht, aber wenn mal hoher Besuch ins Haus steht, gehen wir dort sicher noch mal hin. Probiert es einfach selber mal aus!

Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Donnerstag, 16. März 2017

Interview: Fußball im Punjab - Freiwilligendienst in Rurka Kalan

Marc und die Coaches Jitender und Gurpreet (vlnr)
Mark Schulz (24), studierte Sportwissenschaft im Bachelor und ist seit kurzer Zeit in Indien und engagiert sich dort im Freiwilligendienst als Fußballtrainer. Eine spannende Aktion für die es noch Unterstützer braucht. Ich hatte die Chance Mark ein paar Fragen zu seinem Projekt zu stellen.

Du hast in Köln Sport studiert und bist jetzt im Punjab in Indien in einem kleinen Dorf. Wie kam es dazu?

MS Ich habe 2012 mein Studium, direkt nach dem Abi begonnen. Ehrlich gesagt war ich nach der Schulzeit nicht so scharf darauf die Welt oder Australien zu entdecken, wie die meisten meiner Mitschüler. Bei mir kam die Neugier erst zwei Jahre später, als ich zu einem Auslandssemester nach Neuseeland aufbrach.

Dass ich jetzt in Indien bin, ist auch zum Teil dem Beruf meiner Mutter geschuldet - als Flugbegleiterin konnte ich sie schon das ein oder andere Mal in ferne Länder begleiten. Im Januar 2016 flogen wir für zwei Tage nach Bangalore. Diese beiden Tage reichten wohl, um sich in Land und Leute zu verlieben.

Damals machte ich schon Pläne nach meinem Studium für längere Zeit nach Indien zu reisen. Mit Hilfe des  Vereins für Deutsch-Indische-Zusammenarbeit, der Freiwilligendienste im Rahmen des "weltwärts"-Programms organisiert, fand ich das Projekt in Rurka Kalan.


Was machst Du vor Ort? Wie gestaltet sich Dein Alltag in Rurka Kalan?

MS Ich engagiere mich im  Youth Football Club, der Kindern und Jugendlichen aus der Region ein kostenloses Fußballprogramm anbietet. Dabei werden Perspektiven geschaffen und die Kinder und Jugendlichen werden vor Drogen, Gewalt und Missbrauch geschützt. Wir alle leben zusammen in der Akademie direkt neben dem Fußballplatz auf dem täglich trainiert wird.

Momentan arbeite ich zusammen mit dem Head-Coach vor Ort eine Philosophie für den Verein aus. Diese soll vor allem den teilweise gering qualifizierten indischen Trainern helfen, noch bessere Trainingseinheiten mit den Kindern durchzuführen. Meistens frühstücken alle gemeinsam um 8 Uhr, dann geht es für die Jugendlichen in die Schule und wir beginnen mit der Arbeit. Um 14 Uhr gibt es dann Mittagessen und um 16:30 Uhr wird trainiert. Das Training findet täglich, außer Sonntags statt.

Regelmäßig poste ich hier Berichte über meinen Aufenthalt, dort darf auch gerne noch gespendet werden :) Bilder und Eindrücke aus Indien und vom Fußballplatz finden sich hier.
Training in Rurka Kalan
Was sind Deine Ziele für die Zeit vor Ort? Was willst Du im Anschluss machen?

MS Ich kam mit einer geringer Erwartungshaltung nach Indien, weil Fussball hinter Cricket und Hockey nicht unbedingt die größte Sportart ist - doch bin ich vom Niveau in der Akademie begeistert. Das tolle an Sport ist, das man auf der ganzen Welt rum kommt und ich hier vor Ort wirklich auch, vor allem durch mein Studium, helfen kann.

Um meine Arbeit nachhaltig zu gestalten, macht es keinen Sinn, dass ich in dem halbem Jahr, in dem ich vor Ort bin, jede Trainingseinheiten leite. Viel mehr geht es darum, den indischen Trainern zu helfen und diese zu fördern. Sonst bin ich in einem halben Jahr weg und alles ist wieder beim alten. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich viele tolle Erfahrungen mit Land und Leuten erlebe, etwas tiefer in die Kultur eintauchen und auch etwas vom Land sehen kann. Nach dem Freiwilligendienst würde ich gerne noch weiterstudieren, aber bis dahin gibt es hier noch einiges zu tun!

Vielen Dank für das Gespräch - wenn ihr Mark unterstützen wollt, dann klickt hier!

Donnerstag, 9. März 2017

eatDoori #12restaurants2017 Frankfurt, Teil 2

Gestern war es wieder soweit: die gute Emi und ich - begleitet vom extra angereitsten Opa R. hatten einen Tisch bei eatDoori am Oeder Weg reserviert. Endlich mal wieder raus aus Sachsenhausen, nachdem #12restaurants2017 #2 bei Moti Mahal eher unspektakulär und wenig aufregend war - sowohl kulinarisch als auch atmosphärisch.

Lecker, Lecker!

Bei eatDoori hingegen war die Luft voll guter Laune und die Bude gerappelt voll - und nach einer Mango Lassi/Kingfisher Bier als Appero auch unser Tisch:
Das Essen war sehr lecker - allerdings nicht unbedingt authentisch indisch, z.B. das Naanwich würde ich mal als Fusion Cuisine bezeichnen und auch mein Chicken Korma war eher auf den europäischen Gaumen abgestimmt. Der einfache Raita hingegen war einfach nur Joghurt, da hätten drei Zwieblstückchen und bisschen Gewürz reingehört.

Opa R. kommentiert:
"Kann man noch mal hingehen."
Das ist auf seiner Skala das höchste Lob für ein Essen was möglich ist, gutes Essen wird für gewöhnlich mit
"Kann man essen."
quittiert. Auch schien Opa R. den portugiesischen Rotwein zu genießen.

Dessert

Aber was wäre ein gutes Essen ohne einen Nachtisch?
Media preview

Auch wenn auf Twitter zum Käsekuchen geraten wurde, fiel die erste Wahl doch auf Kulfi - ein echter Genuss!
Mit vollen Bäuchen wanderten wir anschließend zufrieden zurück nach Dribdebach.

Fazit

Ein gastronomisches und kulinarisches Erlebnis von Anfang bis Ende, mit schönen Details (etwa die indischen Zeitungen auf dem Klo, das Waschbecken dort und der blinkende Leuchtröhrenganesha). Preis/Leistung/Service stimmt. Außerdem nah dem Metropolkino - also auch geeignet für ein Date!

Du kennst noch ein indisches Restaurant in Frankfurt, dass Emi und ich unbedingt testen sollten? Schreib es in die Kommentare - vielen Dank!

Freitag, 27. Januar 2017

Al Bismil #12Restaurants2017 Frankfurt, Teil 1

Wie schon angekündigt, plane ich dieses Jahr mit Emilia zwölf mal indisch essen zu gehen und dabei die kulinarische Bandbreite die Frankfurt hier zu bieten hat, auszutesten. Gestern, am Republic Day ging es los: Al Bismil am Sandweg 8. Das kleine Restaurant hat acht Tische und eine helle Innengestaltung. Außer uns waren nur Inder dort - ein gutes Zeichen!

Zuerst mal einen Chai und dann der Blick in die Karte - eine große Auswahl nordindischer vegetarischer und Fleisch-Klassiker, dazu Vorspeisen wie Pakora,Samosa, Naan und vieles mehr. Die Auswahl viel uns nicht leicht, daher bestellten wir viel:
In der familiären Atmosphäre des Restaurants viel uns das Warten leicht. Nach kurzer Wartezeit bog sich der Tisch fast unter den vielen leckeren Gerichten. Das Essen war wirklich lecker und angenehm scharf. Es war tatsächlich soviel, dass wir noch einen Doggie-Bag mit nach Hause nehmen konnten und das für 24€.

Ich kann Al Bismil empfehlen für alle, die richtig Hunger auf gutes und preiswertes indisches Essen haben. Der nächste Termin für #12Restaurants2017 ist der 22.2. - habt ihr noch Vorschläge, wo wir hin gehen sollen? Gerne einfach einen Kommentar posten!

p.S.: Den Absacker auf dem Rückweg haben wir bei Jannis an der Hanauar Landstraße getrunken - Empfehlung falls ihr mal Bock auf griechisch habt!

Montag, 23. Januar 2017

Indian Vibes - Radio X

Jeden vierten Sonntag im Monat läuft auf dem regionalen, unabhängigen und werbefreien Sender Radio X aus Frankfurt das Format Indian Vibes.
Die inspirierende Petra Klaus macht diese Sendung und hatte mich angefragt, dort über dieses, mein Langzeitprojekt, den Blog zu sprechen. Im Interview ging es um meine Motivation auch nach sieben Jahren noch regelmäßig zu bloggen, um die Faszination für Indien, um Filmfestivals und um mein neues Projekt:
12 Restaurants - am 26. Januar geht's los. Ihr dürft gespannt sein!

Habt ihr noch Empfehlungen für gute, leckere indische/pakistanische Restaurants hier in Frankfurt? Schreibt mir eine E-Mail oder einen Kommentar unter diesen Post!


Wer die Sendung verpasst hat, kann am 31. Januar von 9-11Uhr noch mal auf Radio X reinhören (gibt's auch im Netz) und am Valentinstag, 14.2. auf FSK Hamburg von 13-16Uhr, bei Multicult fm Berlin wird es auch noch mal ausgestrahlt. 

Montag, 16. Januar 2017

Eine Liebe in Indien

Für alle die Interesse an einer lebendigen, etwas kitschigen Geschichte der Unabhängigkeit Indiens und der damit verbundenen Teilung (Pakistan) haben, empfehle ich den Roman "Eine Liebe in Indien" von Catherine Clément. Sie erweckt die Hauptakteure mit all ihren Schwächen und romantischen Belangen zum Leben mit Teils immerhin versucht amüsanten Dialogen, etwa zur An- und Aussprache Nehrus - an der Universtiät dessen Namens ich zufälligerweise studiert habe.

"'Meine Liebe', sagte Lord Mountbatten, als er plötzlich die Tür öffnete. 'Sie müssen sich daran gewöhnen, daß Nehru ein echter Pandit ist. [...] Er ist ein Gelehrter, ein Gebildeter! Sie dürfen ihn nicht bei seinem Eigennamen nennen. Nehruji! Das ist unterhört. Panditji, wenn sie wollen, aber Nehruji!'
[...]

'Dickie, es ist so warm ... Ich habe Migräne.', jammerte Edwina. 'Sie haben immer Migräne, meine Liebe. Und Sie werden Nehru mit seinem Titel anreden!' schimpfte Lord Louis. 'Aber ich weiß doch, was ein Pandit ist, Dickie ... Und sein Vorname, wie ist der doch gleich?' 'Jawarlal. Warten Sie! Nein ... Jawahalal. Ich bringe es durcheinander.' 'Wie sagen Sie?' 'Lassen Sie mich nachsehen...', antwortete er und nahm einen Zettel aus seiner Tasche. Har lal, mit einem >r< und einem >l<. Ja-wa-harlal. Ich rate Ihnen nicht zu dem Vornamen, Sie werden es nicht herausbringen.'
'Ach, dann nenne ich ihn eben Jawahar, und damit basta', sagte Edwina und stand auf."1


"Im Büro machte Lord Louis das Licht an, öffnete die Tür seines Safes und nahm eine Akte heraus, die er Nehru hinhielt, ohne etwas zu sagen. [...]
'Sagen wir, daß ich meine Meinung geändert habe. Ich empfinde viel Zuneigung für Sie, Jawarla. Vielleicht sollte ich Ihnen diese Akte nicht zeigen, aber ich übernehme die Verantwortung.'
Nehru sah ihn freundlich an und nahm das Schriftstück. Ein starkes Glücksgefühl überkam ihn; er war der erste, der die Landkarte des freien Indiens sehen durfte. [...]
'Ich habe volles Vertrauen zu Ihnen', murmelte Nehru. 'Wenn Sie erlauben, gehe ich nun und sehe es mir an.' [...] Und auf einmal umarmte er den Vizekönig. 'Nur noch eins, Sir, wenn Sie erlauben.', sagte er beim Hinausgehen.
'Mein Vorname ist Jawaharlal, Nicht Jawarla.'2


1 Clément, Catherine: 'Eine Liebe in Indien', München 1999, S. 62f.
2 Ebd., S.181f

Donnerstag, 5. Januar 2017

Don't worry, chicken curry!

Gelegentlich kommt man ja mal in Gesprächen auf das Thema indisches Essen. Hier in Frankfurt gibt es ja glücklicherweise diverse authentische Inder, die sich auch an NRIs richten. Andernorts gibt es aber indische Restaurants, die vor allem den europäischen Gaumen bedienen und entsprechend schwach würzen (und schärfen). 

Currywurst mit Pommes Schranke

Ein weiteres Missverständnis existiert rund um den Begriff "Curry". Bei uns bezeichnet das ja vor allem die Currywurst, die mit Currywurstgewürz ihren unverkennbaren Geschmack bekommt. Dabei gibt es keine Pflanze oder ein Grundrezept, das Curry heißt. Der Zeichner, Autor und Weltreisende Krish Raghav behauptet sogar, dass das Wort Curry ein eigenes Universum eröffnet: 
Krish Ragav über Curry
Also, falls ihr das nächste Mal beim Inder das Wort Curry lest, bestellt es und lasst euch überraschen, in welche Galaxie es euch führt. 

#12Restaurants2017

Falls ihr nicht wisst, zu welchem Inder ihr gehen sollt, freut euch auf dieses Jahr. Ich werde jeden Monat zusammen mit der großartigen Emi ein indisches Restaurant hier in Frankfurt testen und darüber berichten. Stay tuned!