Donnerstag, 26. April 2012

How to Hiphop in Hampi


„Mit den Menschen im Video habe ich mich meistens vorher unterhalten und dann um ‚Dreh-Erlaubnis’ gefragt. Die meisten haben sofort eingewilligt.“

Anstatt Szenen zu inszenieren, um gute Bilder einzufangen, kann man in Indien einfach die Bilder einfangen, die einem begegnen. Seine kleine Kamera hatte Phillip immer dabei. Allerdings hatte dies zur Folge, dass er plötzlich überall potentielle Filmszenen sah.

Beim Drehen war er oft plötzlich von einer Schar von Indern umringt, die sich den seltsamen Mann, der in der einen Hand die Kamera hält und das Handy mit dem Playback in der anderen Hand aus dem Bild zu halten versucht, während er gleichzeitig die Schulter entspannt, anschauen wollten. Die meisten Bilder in den Videos sind in Hampi entstanden.



Ein echtes Making Of hätte seltsam ausgesehen. Daher wurde beim Schnitt des Making Of etwas geschummelt und eine andere Filmcrew reingeschnitten. Diese drehte grade in Goa am Strand eine Spielshow, bei der Pärchen alberne Aufgaben lösen mussten. Das Besondere war, dass die Pärchen untereinander zu verschiedenen Kasten gehörten und ihre Eltern die Liebesbeziehung deshalb nicht akzeptierten. Die Show sollte aufklären und helfen diese Hürde zu überwinden und auch den Eltern zeigen, dass eine glückliche Beziehung jenseits der Kasten-Ordnung funktionieren kann.

Die persönliche Geschichte, die Phillip im Making Of erzählt stimmt: „Im Nachhinein finde ich, hätte es dafür keinen besseren Ort geben können. Die Bilder von dem Land und den Menschen haben meine Songs neu interpretiert. Besonders eindrücklich war meine Zeit mit dem Brahmanen vom Affen-Tempel. Er hat mir damals auf seinem Berg Essen gemacht und Gras geschenkt.“

Gedreht wurden die Videos mit der kleinen und handlichen GH2 von Panasonic. Phillip hatte zwei Objektive dabei, ein 14-140er und 20er. Um Kosten zu sparen hat er die Videos zuhause mit Final Cut geschnitten, mit Color farbkorrigiert und abschließend vertont. Mehr Musik gibt es hier.

Dienstag, 24. April 2012

Best Exotic Marigold Hotel


Ein großartiger Film, der ein wunderbares Porträt von Indien zeichnet. Vielleicht ein etwas zu Schönes, denn ich frage mich grade wirklich warum ich nicht einfach zum Flughafen gehen soll um mein Glück in Jaipur zu suchen ...

Samstag, 21. April 2012

Hiphop in Hampi


Der Musiker Phillip Sternkopf aus Hamburg war letztes Jahr nach seiner Trennung vom Arbeitgeber und Freundin für 5 ½ Wochen in Indien. Er wollte untertauchen. Da er alleine unterwegs war suchte er sich eine Aufgabe, um beschäftigt zu sein. Mit seiner Kamera und einiger alter, selbstproduzierter Songs auf dem Handy stellt er seinen Eindruck von Indien eindrucksvoll dar.
 Genießt hier seine "Sternstunden" und sein "Dope":



Donnerstag, 19. April 2012

Montag, 9. April 2012

Hungerstreik in Yamuna

Während meiner Zeit in Delhi habe ich hier gewohnt und gelegentlich mit den Augen gerollt, wenn "Madam, the warden" mal wieder irgendwas nicht unterschreiben wollte ... jetzt scheint das ganze in einer kritischen Situation zu eskalieren. Vorwürfe gegen die Madam lauten u.a. "[V]iolations include illegally deducting wages of sanitation workers, falsifying employment records, subverting tendering processes in the mess, withholding refundable security deposits of students [especially foreign residents] and physical abuse of workers," schreibt der Hindu in diesem Artikel.

Hier gibts mehr ..

Nachtrag
Außenreporterin Emilia berichtet:
"...aaaaand VICTORY! Vor ein paar Stunden hat die administration ein circular herausgegeben, in dem steht, dass warden-ma'am innerhalb eines Monats ausziehen muss. Let's hope it happens!
Die Yamuna-Bewohnerinnen können jedenfalls erstmal wieder essen!"